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Raus aus dem
Tagesgeschäft

Für viele Steueberater besteht heute dringender Handlungsbedarf. Blinder Aktionismus hilft aber nicht weiter. Wenn Sie der Digitalisierung hinterherhecheln, ohne Ihr Geschäftsmodell zu hinterfragen, schaffen Sie sich um so schneller ab. Wie also vorgehen? Dazu eine klare Empfehlung: Machen Sie auf keinen Fall so weiter wie bisher!

Die Ausrede „keine Zeit für den Wandel“ wird durch die Geschichte mit dem Waldarbeiter ad absurdum geführt: Ein Waldarbeiter macht sich schwitzend und keuchend daran, einen Baum zu fällen – mit mäßigem Erfolg. Ein Spaziergänger bleibt stehen, beobachtet die Szene eine Weile und ruft dem Waldarbeiter zu: „Hallo Sie …, Ihre Axt ist ja ganz stumpf. Wollen Sie diese nicht mal schärfen?!“ Darauf hält der Mann inne, schaut den Spaziergänger entgeistert an und antwortet: „Für so was habe ich keine Zeit! Ich muss heute noch zehn Bäume fällen!“

Warum wirkt diese Geschichte so belustigend? Weil es doch ganz offensichtlich ist, dass der Mann einen Denkfehler macht…. Schlimmer noch: er denkt überhaupt nicht darüber nach, was er tut, stellt das Prozedere nicht in Frage, läuft munter weiter im Hamsterrad seines Tagesgeschäfts.

Und da liegt wohl der Hund begraben: Was ein Außenstehender sofort sieht, weil er nicht in der Arbeitsroutine gefangen ist, fällt dem Betroffenen gar nicht mehr auf. Er denkt vielleicht: „Das muss so sein!“ Bäume fällen fühlt sich so an und ist eben eine sehr schweißtreibende Angelegenheit…

Wenn man ihm also vorschlägt, er könne doch seine Strategie ändern, wird er es rundweg ablehnen, da er den Handlungsbedarf gar nicht sieht. Er wird vielleicht sogar noch die Vorzüge seiner Axt loben und erklären, dass er es schon immer so gemacht hat, vielleicht wird er sogar ein wenig beleidigt sein. Ich behaupte: Diesen Mechanismus gibt es in allen Branchen.

Dazu drei konkrete Handlungsimpuls für Ihre Kanzlei-Entwicklung:

1. Denken Sie über die unvermeidbare Frage nach: Wie scharf ist eigentlich Ihre Axt? In anderen Worten: Wie setzten Sie Ihre Kräfte ein? Welche Werkzeuge nutzen Sie? Sind diese noch aktuell? Ist Ihre derzeitige Vorgehensweise Teil der Lösung oder Teil des Problems?

2. Wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass Handlungsbedarf besteht, warten Sie nicht mehr länger. Schaffen Sie sich Raum und Zeit für die Schärfung Ihrer Instrumente, sprich: für die strategische (Neu-)Ausrichtung Ihrer Kanzlei. Denken Sie darüber nach, wie Sie das konkret erreichen können, z.B. durch fest eingeplante „strategische Auszeiten“.

3. Handlungsbedarf heißt eben nicht: NOCH mehr vom selben zu machen. Es geht vielmehr darum, neue Ansätze zu finden. Und dazu müssen Sie raus aus dem Tagesgeschäft. Die wesentliche Frage, die Sie dabei untersuchen sollten lautet: Wie kann ich die Möglichkeiten der Digitalisierung einsetzen, um den Nutzen für meine Mandantschaft signifikant und sichtbar zu steigern?

 

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